Geschichte

Das Wort Biathlon stammt aus dem griechischen und bedeutet 'Zweikampf'. Beim Biathlon ist der Kampf zwischen den Disziplinen Laufen und Schiessen gemeint.

Vor über 5000 Jahren findet Biathlon seinen Ursprung. Es gibt aus dieser Zeit Aufzeichnungen über das Jagen auf Skiern. Ende des 19. Jahrhunderts fanden bereits die ersten Wettkämpfe statt, vorher  diente die Kombination aus Langlauf und Schießen ausschließlich der Jagd oder militärischen Zwecken. 1958 wurde der Sport dann offiziell anerkannt. Die ersten Weltmeisterschaften fanden im selben Jahr in Courmayeur statt und 2 Jahre später wurde Biathlon auch olympisch.

 Ausrüstung

Biathlon besteht aus einer Kombination von Schießen und Langlauf. Es werden normale Langlaufski verwendet, diese sind sehr leicht, ungefähr 5 cm breit, und abhängig von der Körpergröße, bis zu 2,15 m lang. Um sich vom Boden abzustützen benutzen die Athleten Langlaufstöcke. Die knöchelhohen Langlaufschuhe dürfen natürlich nicht fehlen, sie werden mittels einer Bindung in der Mitte des Skis fixiert.

Geschossen wird mit einem Kleinkalibergewehr, deren Geschosse einen Durchmesser von 5,6 mm haben und das Abzugsgewicht muss mindestens 500 g betragen. Die Visiereinrichtung besteht aus Diopter und dem Korn am vorderen Ende des Rohres. Das Korn kann man auswechseln, bei schlechter Sicht kann dann ein so genanntes Nebelkorn verwendet werden.

 Disziplinen

 

Einzel
Die Männer laufen 20 Kilometer, die Frauen 15 Kilometer. Die Athleten, die im Abstand von 30 Sekunden starten, müssen den Kurs fünf Mal durchlaufen. Am Ende der ersten vier Runden steht jeweils ein Schießdurchgang mit dem Kleinkalibergewehr an - abwechselnd je zwei Mal im Liegen und Stehen. Dabei geben die Biathleten jeweils fünf Schüsse ab. Ein Nachladen ist nicht gestattet. Jeder Fehlschuss wird mit einer Strafminute geahndet, die am Ende auf die Laufzeit addiert wird. Der Teilnehmer mit der geringsten Gesamtzeit gewinnt das Rennen.
Sprint
Die Männer laufen 10 Kilometer, die Frauen 7,5 Kilometer. Die Athleten, die im Abstand von 30 Sekunden starten, müssen den Kurs drei Mal durchlaufen. Am Ende der ersten zwei Runden steht jeweils ein Schießdurchgang mit dem Kleinkalibergewehr an - je einmal im Liegen und Stehen. Dabei geben die Biathleten jeweils fünf Schüsse ab. Ein Nachladen ist nicht gestattet. Für jeden Fehlschuss muss im Anschluss an das jeweilige Schießen eine 150 Meter lange Strafrunde gelaufen werden. Der Teilnehmer mit der geringsten Gesamtzeit gewinnt das Rennen.
Verfolgung
Die Herren laufen 12,5 Kilometer, die Damen 10 Kilometer. Die besten 60 Teilnehmer des Sprintrennens sind für diese Rennen qualifiziert. Der Biathlet mit der geringsten Gesamtlaufzeit startet als Erster, die weiteren Aktiven folgen in entsprechenden Abständen. Der Kurs muss fünf Mal durchlaufen werden. Am Ende der ersten vier Runden steht jeweils ein Schießdurchgang mit dem Kleinkalibergewehr an - zuerst zwei Mal im Liegen, dann zwei Mal im Stehen. Dabei geben die Biathleten jeweils fünf Schüsse ab. Ein Nachladen ist nicht gestattet. Für jeden Fehlschuss muss direkt im Anschluss an das jeweilige Schießen eine 150 Meter lange Strafrunde absolviert werden. Der Teilnehmer, der die Ziellinie als Erster überquert, gewinnt das Rennen.
Massenstart
Beim Massenstart beginnt das Rennen mit einem Startschuss für alle Teilnehmer. Startberechtigt sind die ersten 30 Athleten des Gesamtweltcups. Die Herren laufen 15 Kilometer, die Damen 12,5 Kilometer. Geschossen wird insgesamt vier Mal, zuerst zwei Mal liegend, dann zwei Mal stehend. Für jeden Fehlschuss muss direkt im Anschluss an das jeweilige Schießen eine 150 Meter lange Strafrunde gelaufen werden. Der Teilnehmer, der als Erster die Ziellinie überquert, gewinnt das Rennen.
Staffel
Die Staffeln, je vier Aktive pro Staffel, absolvieren 4 x 7,5 Kilometer (Herren), beziehungsweise 4 x 6 Kilometer (Damen). Das Rennen beginnt mit einem Massenstart. Die ersten 100 Meter muss der Startläufer im klassischen Stil zurücklegen, ehe er in die schnellere Skatingtechnik wechseln darf. Jeder Teilnehmer muss zwei Schießdurchgänge absolvieren - zuerst im Liegen, dann im Stehen. Die Biathleten müssen fünf Scheiben treffen. Dafür stehen ihnen fünf Schuss plus drei Nachlade-Patronen zur Verfügung. Für jede nicht getroffene Scheibe muss eine 150 m lange Strafrunde absolviert werden. Der Wechsel erfolgt in einem markierten Bereich im Ziel per Handschlag auf den Körper. Das Team, das zuerst die Ziellinie überquert, gewinnt.

 

Mixed-Staffel
Die Mixed-Staffel ist das jüngste Disziplinenkind der Internationalen Biathlon Union. Sie wurde am IBU-Kongress in Bulgarien im September 2004 von den Delegierten eingeführt. Erstmals ausgetragen wird die Mixed-Staffel beim Weltcup-Finale in Khanty Mansysk (RU) und erhält gleich Weltmeisterschafts-Status. In der Mixed-Staffel gehen zwei Damen und zwei Herren als ein Team an den Start. Pro Nation sind zwei solche Staffeln zugelassen. Die Distanz beträgt 6 Kilometer und es ist von jedem Athleten einmal liegend und einmal stehend zu schiessen. Ein weiteres Publikums-Magnet an Biathlon-Wettkämpfen ist geboren.

 

 Regelwerk

 

Frauen
Disziplin Distanz Schiessen Strafe pro
Schießfehler
Bemerkung
liegend stehend
Einzel 15 km 2x 2x 1 Minute  
Sprint 7,5 km 1x 1x Strafrunde  
Verfolgung 10 km 2x 2x Strafrunde  
Staffel 4x 6 km 1x 1x Strafrunde 3x nachladen erlaubt
Team 7,5 km 2x 2x Strafrunde  
Massenstart 12,5 km 2x 2x Strafrunde  

Start
Die Athleten müssen sich 15 Minuten vor dem Start im markierten Startgelände einfinden, wo es zur Skimarkierung und zur Gewehrkontrolle kommt. Die Skier werden an den Skispitzen markiert, und der Läufer muss mit einem der beiden gekennzeichneten Skiern das Ziel erreichen. Beim Gewehr wird das Abzugsgewicht, das 500 Gramm nicht unterschreiten darf, überprüft (die pro Team 2 erlaubten Reservegewehre werden hier ebenfalls kontrolliert). Auch die Richtigkeit der Startnummer und das Einhalten der erlaubten Werbeflächen muss beachtet werden. Die restlichen Minuten vor Beginn des Rennens dürfen sich die Biathleten nur in der markierten Startzone aufwärmen.

Die meisten Wettkämpfe werden im 30 Sekunden Abstand gestartet, d. h. jede halbe Minute geht ein Läufer ins Rennen. Dabei erhält jeder Athlet 10 Sekunden vor seiner Startzeit ein akustisches Signal, ab 5 Sekunden tickt die Uhr laut herunter. Innerhalb dieser 5 Sekunden muss der Stab, der die Zeitnehmung auslöst, durchschritten werden. Beim Staffelstart bzw. beim Massenstart erfolgt der Start durch einen Startschuss. Beim Verfolgungsrennen wird nach den Rückständen des Wettkampfes zuvor gestartet.

Rennverlauf
Die Läufer begeben sich nach dem Start auf eine der vorgegeben Runden. Nach der Startrunde kommt der Biathlet zum ersten Schießen (liegend). Der Abstand zu den Scheiben beträgt 50 Meter, der Scheibendurchmesser beträgt 4,5 cm (liegend), 11,2 cm (stehend). Der Athlet darf das Gewehr erst dann von seiner Schulter nehmen, wenn er auf der Schießmatte seines Standes zum Stehen gekommen ist. Dann erst ist es ihm erlaubt, ein Magazin einzuführen, das Gewehr also zu laden. Wenn die beiden Gewehrklappen geöffnet sind (sie verhindern Schnee- oder Regeneintritt ins Gewehr), ist die Waffe schießbereit. Dann sollte versucht werden möglichst rasch und in gutem Rhythmus die 5 Scheiben zu treffen. Für jeden Fehlschuss muss der Läufer eine Strafrunde laufen, oder er kassiert eine Strafminute.

Nach dem Schießen bzw. nach absolvierter Strafrunde begeben sich die Athleten dann wieder auf die nächste vorgeschriebene Runde, um dann wieder zum nächsten Schießen zu kommen. Je nach
Wettkampfart müssen sich die Läufer 2-4mal am Schießplatz einfinden. Wenn sie die letzte Schießprüfung abgelegt haben, gehen sie auf die Schlussrunde.

 

 

 

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